Mit einem durchschnittlichen Zufriedenheitsgrad von 87,5 Prozent beim Untersuchungskriterium „Freundlichkeit“ belegt Forchheim Platz 20 beim aktuellen Kundenspiegel 2025. Im Januar befragten die Interviewer und Interviewerinnen des Hengersberger Marktforschungsinstituts MF Consulting Dieter Grett rund 900 repräsentativ ausgewählte Personen, in welchen der 74 auf dem Fragebogen aufgeführten Geschäften sie in den letzten zwölf Monaten etwas gekauft haben, sie sich beraten haben lassen oder sie sonstige Leistungen in Anspruch genommen haben. Im Folgenden gaben die Probanden an, wie zufrieden sie mit der Freundlichkeit, der Beratungsqualität und dem wahrgenommenen Preis-Leistungs-Verhältnis in den Geschäften sind.

Ziel der Studie ist es, den an der Untersuchung beteiligten Unternehmern ein Bild ihrer Firma aus Sicht des über Erfolg und Misserfolg entscheidenden Kunden zu geben. Zusätzlich erfahren die Firmenlenker, wie ihr Geschäft im Vergleich zu den örtlichen Mitbewerbern abschneidet. Dies ist wichtig, um im Wettbewerb langfristig bestehen zu können.
PLATZ 20 BEI INSGESAMT 130 UNTERSUCHUNGSORTEN
Das Kriterium „Freundlichkeit“ wurde wie in allen Städten auch hier bei allen 74 unter die Lupe genommenen Firmen aus den gleichen zwölf Branchen untersucht. Durchschnittlich 87,5 Prozent der 913 nach Geschlecht und Alter repräsentativ ausgewählten Personen, die in Forchheim öfter einkaufen, gaben an, dass sie mit der Freundlichkeit in den ausgesuchten Geschäften (sehr) zufrieden sind. (Note 1 oder 2 von 1 bis 4). Dies bedeutet im Vergleich zu 129 anderen deutschen Städten den sehr erfreulichen 20. Platz von immerhin 130 Untersuchungsorten und das bisher beste Resultat für Forchheim seit 1998.
Im Vergleich zur letzten Studie aus 2022 liegt ein weiterer kleiner Anstieg der Kundenzufriedenheit beim Merkmal Freundlichkeit vor.
KUNDENZUFRIEDENHEIT STEIGT KONTINUIERLICH
Man kann in den letzten 27 Jahren von einer stetigen, positiven Entwicklung bei den Kundenspiegeln in Forchheim sprechen. Das erste Ergebnis 1998 lag noch im unterdurchschnittlichen Bereich. Bei der zweiten Studie 2001 wurde die 80-Prozent-Marke erstmals geknackt und in der Folge nicht einmal mehr unterschritten. Die Werte entwickelten sich von da an immer in kleinen Schritten nach oben.
Rückblickend darf man von einer sehr steilen Kurve der Kundenzufriedenheit sprechen. Es gibt auch dieses Jahr einige Highlights, aber auch einige Ausreißer nach unten. Die Volatilität aller bisherigen Erbgebisse ist mit 11,0 Prozentpunkten sehr hoch und zeigt eine dynamische Entwicklung.
INHABERGEFÜHRTE GESCHÄFTE LIEGEN OFT VORNE
Über all die Jahre schneidet der Forchheimer Einzelhandel intern sehr heterogen ab. Das heißt, es gibt in jeder einzelnen Branche einige, wenn auch sehr wenige Geschäfte mit extrem positiven Werten, aber auch einige Läden, die von den Verbrauchern stark kritisiert werden. Es ist also die extrem breite Spanne zwischen guten und einigen vom Kunden abgestraften Geschäften hervorzuheben. Diese Spanne hat sich in den letzten 27 Jahren erheblich vergrößert und nimmt in den meisten Städten weiter zu.
Betrachtet man die firmenspezifischen Resultate genauer, dann ist zu erkennen, dass einzelne (Fach-)Geschäfte, die vor drei und mehr Jahren bereits gut bei der wahrgenommenen Freundlichkeit beurteilt wurden, sich zum großen Teil weiter verbessern konnten. Einige sehr kritisch eingeschätzte Händler verloren jedoch in der Kundenmeinung weiter schwer an Boden. Es ist auffällig, dass gerade viele der übrig gebliebenen inhabergeführten Geschäfte zumindest zum größten Teil überdurchschnittlich gute Werte aufweisen. Es liegt ein überdurchschnittlich ausgeprägter Wechsel der Branchensieger vor. Vier von zwölf Firmen wechseln an der jeweiligen Spitze einer Branche.
KLUFT ZWISCHEN SEHR GUT UND SCHLECHT WÄCHST
Die steigende Polarisierung bei der Kundenzufriedenheit ist sicher kein Zufall und wird voraussichtlich in Zukunft sogar noch zunehmen. Das Besondere an Forchheim liegt darin, dass in den meisten Branchen eine sehr dünne Spitze, aber ein sehr breites oberes Mittelfeld in den Branchen vorliegt. Die Zahl der extremen Ausreißer nach unten ist auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Die Kluft zwischen Geschäften mit einem sehr hohen Zufriedenheitsgrad bei Freundlichkeit von weit über 90 Prozent und Firmen mit einem Anteil von weit weniger als 60 oder sogar 50 Prozent zufriedener Kunden hat sich in den letzten drei Jahren erheblich erweitert.
ERFREULICHE HIGHLIGHTS BEIM MERKMAL FREUNDLICHKEIT
Erfreulich sind die Forchheimer Highlights. Den besten Wert beim Merkmal Freundlichkeit weist in diesem Jahr ein Orthopädie-/Sanitätshaus mit dem Traumergebnis von 97,2 Prozent Zufriedenheitsgrad auf. Es folgen knapp dahinter ein Augenoptiker mit 96,6 Prozent, ein Fitnesscenter mit 95,8 Prozent, eine Apotheke mit 95,1 Prozent, ein Baumarkt mit 94,6 Prozent, eine Kfz-Vertragswerkstätte mit 94,1 Prozent, ein Geldinstitut mit 93,8 Prozent, ein Fahrradgeschäft mit 93,2 Prozent, ein Schuhgeschäft mit 93,0 Prozent und ein Uhren-/Schmuckgeschäft mit 92,7 Prozent.
Die bedenklichsten Ergebnisse quittieren ein überregionales Möbelhaus mit nur 63,0 Prozent und ein Baumarkt mit nur 64,3 Prozent Zufriedenheitsgrad.
Betrachtet man die Konsumentengruppen nach ihrem Alter, so urteilen die jungen Verbraucher im Alter zwischen 18 und 25 Jahren oft eher kritisch als die Käufer über 45 Jahren. Am zufriedensten unter den Berufsgruppen sind im Schnitt die Rentner bei diesem Untersuchungspunkt. Dies ist bei sehr vielen aktuellen Kundenspiegeln zu beobachten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis wird von jungen Familien (26 bis 35 Jahre) eher kritisch beurteilt. PR