Auto aktuell
Rund ums Autofahren und Auto kaufen ist Umbruch angesagt. Aktuelle Bedürfnisse, Forderungen und Wünsche von Umwelt, Verbrauchern und Herstellern sind komplex und zahlreich - alles für alle auf einen Nenner zu bringen, ist gar nicht so leicht. Für die nächsten Jahre gibt es allerdings viele positive Impulse und kreative Tendenzen auf allen Ebenen und vor allem auf dem Markt. Schon 2025 haben Innovationen und mehrdimensionale Features rund um Strategien, Kosten, Technik, Lifestyle und Nachhaltigkeit das Potenzial, Dringlichkeiten nachzukommen und das mobile Leben besser zu machen.
Elektro
Wegen Beschränkungen für CO2-Emissionen und global festgelegter Ziele hinsichtlich Kohlenstoffneutralität beschleunigen Automobilbauer weltweit Elektrifizierung. Und die nicht nur in der SUV-Version und maximalvolumig. Weil Verbraucher nicht durchgängig zahlkräftig sind oder großformatig fahren wollen, werden in den kommenden Monaten neue Serien erwartet, die auf wirtschaftlich planende und familiär lebende Menschen zielen. Mehr kompakte und erschwinglichere Kleinwagen sollen den Einstieg ins ganzheitlich achtsamere Fahren erleichtern.
Den effizienten Fortschritt gibt es auch bei der Reichweite zu kaufen: Dank besserer Batterietechnologie sollen einige Modelle Distanzen von über 700 Kilometer Reichweite bieten. Bei den Großen geht demnächst noch mehr: Zwei renommierte Marken offerieren laut Experten schon Prototypen, die 1000 Kilometer Reichweite anpeilen.
Wasserstoff
Dieses Thema ist nicht vom Tisch - im Gegenteil: Einige Hersteller sehen Wasserstoff als sehr praktikable Zukunftslösung, besonders bei großen und schweren Fahrzeugen, die viel unterwegs sind. Im Gegensatz zu Elektro-Akkus laden sich Wasserstoffzellen in wenigen Minuten auf und bieten aus dem Stand eine Reichweite von 650 Kilometern. Laut Experten eignet sich Wasserstoff besonders für Langstreckenfahrten und Nutzfahrzeuge. Erste Modelle sind schon zu haben. Auch in die Infrastruktur wird weiter investiert: Europa will bis 2030 tausend Stationen installieren.
Vernetzung
Antrieb ist nicht alles. Und: Die Verbindung zur Außenwelt funktioniert nicht nur übers Fenster. Konnektivität, also Vernetzung, ist ein Riesentrend, der viel verbindet, viel erreicht und viel erleichtert. Eingebaute Infotainmentsysteme mit Touchscreens, Sprachassistenten und andere digitale Anwendungen sind bei neuen Fahrzeugen in variablem Ausmaß die Norm. Eingebaute Software kann wie ein Smartphone aktualisiert werden, um das Funktionieren des Motors, optimale Leistung und sensible Funktionen zu sichern. Außerdem kann inzwischen 5G integriert werden: Die Connection mit dem ultraschnellen Netz wird die Navigation und das Management von Fahrten und Touren verbessern und die Synchronisation mit anderen Geräten dynamisieren.
Autonomie
Wer richtig viel fahren muss, hat gute Aussichten: Die Autonomie im Auto lädt zu maximaler Entspannung im automobilen Stress ein. Schon dieses Jahr werden laut Branchenexperten immer mehr assistierte und halbautonome Fahrsysteme angeboten. Viele Fahrzeuge erreichen demnach sogenannte Autonomiestufen, die Fahren ohne menschliche Mithilfe unter genau definierten Bedingungen ermöglichen. Dazu gehört auch das Verbessern der Sicherheit für Fahrer und Fußgänger: Per Hinderniserkennungssystemen und intelligenten Sensoren sollen Unfälle verhindert werden. Neue Autos sind immer fähiger, mit der Umgebung kommunizieren und interagieren zu können - um Gefahren zu erkennen und Fahrten zu optimieren. Smart-Road-Projekte entwickeln diese Optionen immer weiter.
Nachhaltigkeit
Haushalten mit Ressourcen und generell sensibler Umgang mit der Umwelt: Diese Forderung stellt sich beim Auto nicht erst auf der Straße, sondern schon bei der Produktion. Hersteller bevorzugen beim Autobau deswegen immer mehr recycelte und biologisch abbaubare Materialien für innen und außen.
Grünes Prinzip gilt auch mehr und mehr fürs Produktionsprinzip: Fabriken setzen auf umweltfreundlichere Herstellungsprozesse und investieren in Anlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Außerdem kooperieren Kostenreduktion in der Herstellung immer besser: Durch maximierte Effizienz werden Prozesse günstiger. Sogenanntes Lean Manufacturing und der Einsatz neuer Materialien und Technologien gelten als Schlüsselstrategien zum Nachhaltigkeit und Runterschrauben der Herstellungskosten.
Fahrzeugschutz
Autokauf und Auto-Besitz kosten - und Verlust erst recht. GPS-Tracker gelten als echter Trend rund um Sicherheit und Schutz, weil sie die Lokalisierung eines gestohlenen Autos ermöglichen. Dazu gibt es Warnungen und Benachrichtigungen im Falles eines Diebstahlversuchs oder wenn das Fahrzeug eine exakt definierte Zone oder Umgebung verlässt. Einige GPS-Modelle integrieren Sensoren, die verdächtige Bewegungen erkennen. Und kombinieren diese im Idealfall mit mobilen Anwendungen für eine Fernsteuerung.
Konsum-Modelle
Autos nutzen statt besitzen: Auch neue Konsum-Varianten bringen mehr Flexibilität. In kapriziösen Umwelt- und Lebensverhältnissen entscheiden sich Verbraucher zunehmend gegen den Besitz von Autos und freuen sich auf den Ausbau elastischerer Beziehungen, die auch Herstellern lukrative Perspektiven offerieren. So vervielfältigt sich das Angebot von Abo-Versionen wie Langzeitmietdienste und Leasing aktuell erheblich und ermöglicht Fahrzeugwechsel nach Bedarf und Situation. Car-Sharing und sogenannte Peer-to-Peer-Vermietungspattformen gewinnen ebenfalls an Popularität - Anbieter erweitern ihre Flotte als Angebot für Menschen, die von Fall zu Fall und situationsbedingt fahren.
Autos auf Abruf über App: Flotten autonomer Fahrzeuge sind ein ganz neues System, das gerade in den USA getestet wird und zeitversetzt auch mehr Beweglichkeit in Europa verspricht. Annette Gropp
Trend-Faktor Soft Skills
Die CES in Las Vegas gilt als Trend-Barometer. Auf der Technologie-Messe im Januar 2025 sahen Insider den großen Umbruch: So gilt die Anwesenheit großer Tech-Zulieferer und die Abwesenheit vieler Autobauer als Beleg dafür, wie sich die Machtverhältnisse in der Fahrzeug-Branche verändert haben. Nicht mehr das Bewegungsmittel an sich steht im Zentrum des Interesses, sondern dessen digitale Fähigkeiten. Das Fahrzeug wird vom Software Defined Vehicle (SDV) abgelöst.
Quelle: www.businessinsider.de