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Terrassenbeläge im Vergleich

Holz, Stein, WPC, Kies – die Auswahl an Bodenbelägen für die Terrasse ist groß und alle haben sie ihre Vorzüge

FOTO: RH2010 - STOCK.ADOBE.COMCaption

5.05.2022

Bei der Renovierung der Terrasse kommt man schnell an eine Herausforderung: die Qual der Wahl beim Bodenbelag. Schönes und natürliches Holz, zeitloser Naturstein – oder einfach Kies, um Kosten und Zeit zu sparen? Die Wahl des Belages sollte in erster Linie keine Frage des Geldes sein, denn jedes Material hat seine Vor- und Nachteile, die man beachten sollte.

Holz

Holz strahlt Wärme und Natürlichkeit aus. Gerade wenn man sich barfuß auf der Terrasse aufhalten will, bietet es ein angenehmes Gefühl. Als nachwachsendes Material hat Holz auch den Ruf, ein ökologisches Baumaterial zu sein. Ein weiterer Vorteil ist, dass Terrassenholz bei extremer Sonneneinstrahlung nicht überhitzt. Was man bedenken sollte: Um Holz für die Terrasse zu verwenden, benötigt man eine stabile Unterkonstruktion, da das Holz keinen direkten Kontakt mit der Erde verträgt. Auch nach Regenfällen sollte es schnell abtrocknen. Da Holz ein natürliches Material ist, dehnt es sich bei Temperaturschwankungen aus und zieht sich wieder zusammen. Daher sollte man Holz immer mit Fugen und nie direkt an der Hauswand verlegen.

Damit man auch länger etwas von der Schönheit des Holzes hat, ist eine regelmäßige Pflege mit Holzöl notwendig. Auch wird das Material bei Nässe schnell rutschig. Ebenso ist die Wahl des Holzes wichtig, denn weiches Holz wie Lärche oder Kiefer kann splittern und somit gefährlich sein für die Barfüßler.

WPC

WPC-Böden vereinen das Beste aus Holz- und Kunststoff-Böden. Ihre Optik ähnelt stark einem Holzboden mit seinem warmen Charakter. WPC splittert nicht, ist äußerst widerstandsfähig und pflegeleicht. Terrassenböden aus WPC halten gut 20 Jahre und länger, sie brauchen aber wie Holz eine stabile Unterkonstruktion. Das Material ist recycelbar, es verspricht zudem ein einfaches Verarbeiten und Verlegen. Nachteile vom WPC sind, dass zum einen die Farbe der Dielen sich über die Zeit verändert und verblasst. Zum anderen heizt sich der Boden bei extremer Sonneneinstrahlung stark auf, sodass man kaum noch barfuß darauf laufen kann.

Naturstein

Natursteine bestechen durch ihre Natürlichkeit und das edle Aussehen und sind in unterschiedlichsten Farben zu haben. Sie verleihen der Terrasse eine mediterrane Optik mit einem eleganten Erscheinungsbild. Ein großer Pluspunkt für Natursteine ist ihre Langlebigkeit bei jeder Wettersituation. Außerdem ist dieser Bodenbelag sehr pflegeleicht. Doch es gibt auch Nachteile: Das Material ist sehr teuer. Außerdem muss der Boden mit einem hohen Aufwand verlegt werden: Man benötigt eine fachgerechte Verlegung im Splittbett, um den Naturstein frostbeständig zu machen, außerdem sollte man auf die richtige Fleckschutzimprägnierung achten.

Beton

Beton ist günstig, robust und äußerst wetterbeständig. Imprägniert ist die Oberfläche auch schmutzabweisend. Weitere Vorteile von Beton sind, dass er leicht zu verlegen ist, sich gut reinigen lässt und barfuß betretbar ist. Sieht man einmal von dem negativen Image der eintönigen Waschbetonplatten ab, sollte man bei Beton beachten, dass die Platten einen stabilen Unterbau benötigen. Darüber hinaus kann sich in den Fugen Unkraut ansiedeln, weshalb Betonböden regelmäßiger Pflege bedürfen.

Fliesen

Außenfliesen wirken zwar kühler als Holz und WPC, sind aber um einiges robuster und pflegeleichter. Sie punkten mit einer langen Lebensdauer, man muss dafür aber auch tiefer in den Geldbeutel greifen. Das Verlegen erfordert einen Profi oder zumindest Profiwissen mit hohem Geschick, wenn man es in Eigenregie übernimmt.

Feinsteinzeug

Feinsteinzeug oder auch Keramik wird bei sehr hohen Temperaturen gebrannt und ist daher unempfindlich gegen Verunreinigungen – Fleckensünder wie Rotwein, Ketchup oder Ähnliches haben auf dem Boden keine Chance. Auch gegen Säuren und Laugen ist der Boden beständig. Darüber hinaus kann man mit Feinsteinzeug Oberflächen wie Beton, Holz oder auch Naturstein optisch gut nachahmen. Das Verlegen der Platten erfordert Profiwissen und sollte ohne Erfahrung nicht in Eigenregie übernommen werden. Fürs Schneiden und Bohren benötigt man gutes Werkzeug und handwerkliches Geschick.

Kies

Wer es schnell, einfach und günstig haben will, greift auf Kies beziehungsweise Splitt zurück: Das Material ist vielseitig einsetzbar, in unterschiedlichen Farben erhältlich und lässt sich in kürzester Zeit verlegen, da kein Umbau nötig ist. Darüber hinaus überzeugt Kies mit seiner Robustheit. Und doch gibt es auch hier einen Haken: Kies ist natürlich sehr ungünstig, wenn man gerne barfuß läuft. Darüber hinaus entsteht ein hoher Pflegeaufwand, da sich zwischen den Steinen Grün bzw. Unkraut bilden kann. Natürlich ist der Kiesboden auch instabil – Tische und Stühle können auf dem Boden stark wackeln. lp