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Darum machen neue Fenster Sinn

Der Wechsel kostet, doch inzwischen können moderne Fenster mehr als nur den Blick nach draußen zu gewähren. Manche erlauben es sogar, im Internet zu surfen.

Darum machen neue Fenster Sinn

FOTO: SLAVUN - STOCK.ADOBE.COM

11.03.2023

Früher hatte ein Fenster eine einfache Aufgabe: Lärm und kalte Luft so gut es geht draußen zu halten und gleichzeitig Tageslicht hineinzulassen. Die Zeiten vor allem im Hausbau haben sich in den letzten Jahren drastisch geändert und so haben sich auch die Anforderungen an Fenster verändert. Sie müssen nun einfach mehr können. Die Industrie hat sich den Anforderungen angepasst und Fenster neu erfunden.

Intelligente Technik

Die smarte Welt hat auch vor Fenstern keinen Halt gemacht und so erlaubt moderne Technik, mehr aus ihnen herauszuholen. So können zum Beispiel Fenster, Terrassentüren oder Sonnenschutz per Smartphone geöffnet oder geschlossen werden.

Apropos Sonnenschutz: Inzwischen gibt es Sonnenschutzglas zum Schutz vor Sonneneinstrahlung. Elektronisch tönbare Fester lassen sich nach Bedarf dunkler oder heller schalten und dienen so ganz ohne Rollläden und Jalousien als idealer Blend- und Hitzeschutz. Dies kann auch dafür genutzt werden, um den Energieverbrauch des Hauses so gering wie möglich zu halten: In kalten Monaten gewinnt man durch die smarte Technik ideal Wärme, indem man das Sonnenlicht optimal nutzt und Heizungsventile miteinbezieht und diese je nach Sonneneinstrahlung automatisch reguliert.

Fensterscheiben können aber noch mehr, als sich nur automatisch zu verdunkeln: Inzwischen gibt es selbstreinigendes Glas - eine pyrolytische Spezialbeschichtung der Verglasung nutzt die UV-Strahlung im Tageslicht, um Schmutz in fünf bis sieben Tagen zu zersetzen. Rückstände spült dann der Regen weg.

Noch nicht genug Hightech? Wie wäre es mit Internet auf dem Fenster? Eine interaktive Scheibe mit einem integrierten LCD-Bildschirm, WiFi und Bluetooth-Schnittstellen ermöglicht den Zugriff auf Nachrichten, Musik, Smarthome-Anwendungen und mehr.

Mehr Sicherheit

FOTO: BMAK - STOCK.ADOBE.COM
FOTO: BMAK - STOCK.ADOBE.COM

Moderne Fenster sind um Längen sicherer geworden. Wo früher Fenster noch die Schwachstelle des Hauses waren, hat moderne Technik heutzutage alle Schwächen ausgeglichen.

Scheiben können nicht mehr einfach eingeschlagen werden: Sogenanntes Verbundsicherheitsglas ist eine Kombination aus zwei Glasscheiben, die miteinander verklebt sind und in der Mitte eine Folie mit einem Sicherheitsfaktor haben.

Die Folge: Das Glas kann nicht mehr einfach durchschlagen werden. Darüber hinaus kann in die Scheibe oder im Rahmen ein Glasbruchmelder oder Verschluss- und Öffnungsmelder integriert werden. Beim gewaltsamen Öffnen löst dieser unmittelbar einen Alarm aus.

Noch sicherer wird der Rahmen selbst: Sie können integrierte Klappen haben, welche die Fensterflügel präzise mit dem Rahmen verriegeln und ein Aushebeln damit so gut wie unmöglich machen.

Mehr Ruhe zuhause

Für mehr Ruhe sorgt der verbesserte Schallschutz von modernen Fenstern durch mehrere Techniken. Die äußerste Scheibe besteht aus Verbundglas - eine Schallschutzfolie oder ein spezielles Harz verhindert, dass der Schall leicht hindurchdringt. Zusätzlich sind die einzelnen Scheiben unterschiedlich dick. Das hat zur Folge, dass sie einen unterschiedlichen Frequenzbereich haben und so die Übertragung des Schalls vermindern.

Außerdem kann der Zwischenraum der Scheiben mit Edelgas befüllt sein, was zusätzlich die Schalldämmung unterstützt. Je mehr Komponenten ein Fenster hat, desto höher ist der Schallschutz.

Bessere Wärmedämmung

Wer Wert auf eine energieeffizientere Wärmedämmung legt, ist mit modernen Fenstern gut beraten. Scheiben können raumseitig mit Metall bedampft sein - so reflektieren sie Wärmestrahlen effektiver. Einen optimalen Wärmeschutz bieten Fenster durch Vakuum-Isolierverglasung. Damit sind sie nicht nur leichter und dünner als dreifach verglaste Fenster, im Vakuum wird darüber hinaus auch weder Schall noch Wärme transportiert.

Hochwertiges Design

,,Mehr Glas, weniger Rahmen" lautet die Devise vieler Designer: Schlanke Fensterrahmen bieten mehr Ausblick und nehmen sich in der Architektur zurück. Neu im Trend sind auch sogenannte Ganzglasecken. Sie bilden ein Highlight in der Hausfassade und Architektur des Hauses. Einziges Manko: Diese Scheiben lassen sich nicht mehr öffnen, die Frischluftzufuhr muss dann eine kontrollierte Wohnraumlüftung übernehmen. Lukas Pitule

Der g-Wert moderner Fenster

Der g-Wert bei Fenstern- steht für den Gesamtenergiedurchlassgrad. Gemeint ist damit die Sonnenschutzwirkung der Verglasung. Der Wert des Fensters addiert die Sonnenenergie, die durch die Scheibe in den Raum gelangt, mit der Wärme, die das Glas nach innen abgibt, und liegt zwischen 0 und 1.

Zum Beispiel bedeutet ein g-Wert von 0,7, dass 70 Prozent der Sonnenenergie durchgelassen wird. Fenster mit einem geringen g-Wert schützen im Sommer besser vor dem Aufheizen der Räume. Im Winter wiederum würden sich aber Fenster mit einem hohen g-Wert empfehlen, um möglichst viel Sonnenenergie zu nutzen. Experten raten dazu, Fenster mit unterschiedlichem g-Wert je nach Raum, Haus und Himmelsrichtung des Raums auszuwählen.