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Der Biergartenspaß ist zurück

Trend: Freude am Fassbier erreichte 2022 fast wieder das Niveau vor der Pandemie

Der Biergartenspaß ist zurück

FOTO: BAYERISCHER BRAUER-BUND

29.04.2023

Die Alltagssorgen und den Stress für einige Stunden ganz weit wegschieben: An kaum einem Ort gelingt das besser als im Biergarten. Sobald das Thermometer an der 20-Grad-Marke kratzt, sind die Sitzplätze an der frischen Luft heiß begehrt, wir erfreuen uns an gutem Essen und vor allem an kühlen Getränken wie einem frisch gezapften Pils, einem Radler oder einem alkoholfreien Bier. Die Begeisterung ist groß: Jetzt ist die Normalität zurück. Die Open-Air-Gastronomie mit Biergärten und Festen hat maßgeblich dazu beigetragen, dass laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr bereits wieder 80 Prozent des Fassbiervolumens von 2019 erreicht wurden. Offenbar hatten die Menschen im Land nach der Pandemie wieder so richtig Lust auf Bier und Biergarten.

Am schönsten ist es im Biergarten, wenn man sich mit Freunden, Bekannten oder Kollegen zum gemütlichen Plausch trifft. Als Anregung für passende Gesprächsthemen eignen sich beispielsweise spannende Fakten über Bier, wie die nun folgenden

Braukunst ist Kulturerbe

Das handwerkliche Bierbrauen zählt seit März 2020 zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Auf Antrag des Deutschen Brauer-Bundes und weiterer Organisationen sowie auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission beschlossen die Kultusministerkonferenz der Länder und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien im Kanzleramt die Aufnahme der deutschen Braukunst in das bundesweite Verzeichnis. Das Expertenkomitee der UNESCO würdigte das handwerkliche Bierbrauen, da es sich gerade in den letzten Jahren als „sehr wandlungsfähig“ erwiesen habe. Auch die hervorragende Vernetzung der deutschen Brauerinnen und Brauer untereinander und die zahlreichen fachlichen Kontakte ins Ausland seien positiv hervorzuheben.„Vor allem die regionale Verwurzelung des Bierbrauens führt zu einer engen Bindung der Menschen, die durch gemeinschaftliche Rituale wie Feste, Stammtische sowie durch Vereine noch verstärkt wird“, so das Komitee in seiner Begründung

Pils bleibt die beliebteste Biersorte

Die beliebteste Biersorte der Deutschen ist mit einem Marktanteil von weiterhin rund 50 Prozent das Pils. Deutlichen Zuwachs verzeichnet in jüngster Zeit das Helle, dessen Absatz nach Branchenschätzungen allein im letzten Jahr um 14 Prozent anstieg. Mit einem Marktanteil von gut 9 Prozent schließt die vor allem im Süden Deutschlands beheimatete Sorte bei den beliebtesten deutschen Biermarken auf Platz 2 auf. Platz 3 belegen Biermischgetränke, gefolgt von alkoholfreien Bieren auf Platz 4.

Mann und Frau - die Geschmäcker sind verschieden

Während besonders Männer häufig Pils bevorzugen, haben das Helle und alkoholfreie Biere mehr weibliche Fans, fand INSA in einer Umfrage heraus. Pils nannten 46 Prozent der Männer und 36 Prozent der Frauen als ihre beliebteste Bier-Sorte. Das Helle bevorzugten 11 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen. Noch größer ist der Unterschied beim alkoholfreien Bier: Diese Sorte gaben 9 Prozent der Männer, aber 14 Prozent der Frauen als beliebteste an.

Der Brauer-Beruf wird immer beliebter

Die deutsche Brauausbildung genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Junge Menschen aus der ganzen Welt besuchen die deutschen Brauuniversitäten in Berlin und München oder absolvieren eine Ausbildung an den verschiedenen Fachhochschulen und Meisterschulen. Vor allem die Kombination aus handwerklichem und technischen Können sowie die Kenntnisse über biologische und chemische Prozesse begeistern immer mehr Menschen für diesen Beruf: Im aktuellen Ausbildungsjahr 2021/2022 starteten laut Bundesagentur für Arbeit mehr als 400 (2019/2020: 387) angehende Brauerinnen und Brauer ihre dreijährige Ausbildung. Dass Deutschland gerade eine Renaissance des Bieres und Brauens erlebt, wird auch daran deutlich, dass sowohl die Zahl der Heim- und Hobbybrauer als auch die Gemeinschaft der ausgebildeten Biersommeliers in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Quelle: Deutscher Brauer-Bund