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Welche Werkstatt soll es sein?

Nach einem Unfall den optimalen Kfz-Reparaturbetrieb zu finden, ist keine Zauberei, sondern eine Frage der Auswahlkriterien.

Welche Werkstatt soll es sein?

FOTO: GORODENKOFF-STOCK.ADOBE.COM

03.04.2025

Gut beraten beim Autounfall

Ein Unfall ist immer eine unangenehme Erfahrung. Trägt das Fahrzeug zudem erheblichen Schaden davon, ist es in erster Linie wichtig, es wieder in einen fahrbereiten und verkehrssicheren Zustand zu versetzen. Manchmal aber gibt es Probleme mit der Autowerkstatt, weil Reparaturen falsch ausgeführt oder Fehler mangelhaft beseitigt wurden. Folglich ist der wichtigste Schritt nach dem Unfall, einen für die anstehende Reparatur qualifizierten Betrieb auszuwählen und so möglichen Problemen vorzubeugen.

Bevor's losgeht - informieren

Direkt nach dem Unfall ist es ratsam, einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Dieser erstellt ein Gutachten, um den Schaden am Fahrzeug zu belegen. Dieses Gutachten ist die Grundlage für die spätere Reparatur, aber auch für die Abrechnung mit der Versicherung.

Bevor im Anschluss ein Reparaturbetrieb kontaktiert wird, ist die Frage der Werkstattbindung zu klären. Sieht der Versicherungsvertrag fürs eigene Auto diese vor, muss das Fahrzeug im Kaskofall bei der entsprechenden Vertragswerkstatt repariert werden. Nur dann besteht ein Leistungsanspruch gegenüber der Versicherung. Es empfiehlt sich folglich dringend, dies vorab mit der Versicherung abzustimmen.

Qualität - aber bitte geprüft

Wenn es um die Wahl einer geeigneten Werkstatt geht, ist vor allem deren Qualität bei der Ausführung von Reparaturarbeiten entscheidend. Zertifizierungen wie die ISO 9001 oder die Mitgliedschaft im Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) sind Indikatoren für hohe Qualitätsstandards und die regelmäßige Weiterbildung der Mitarbeiter. Diese Werkstätten müssen nach festgelegten Qualitätsrichtlinien arbeiten und werden regelmäßig überprüft.

Spezialisiert aufs eigene Auto

Ebenso gilt es bei der Werkstattauswahl darauf zu achten, ob sie auf den eigenen Fahrzeugtyp spezialisiert ist. Dann hat der Betrieb auf jeden Fall das notwendige Know-how und die passenden Werkzeuge, um das unfallgeschädigte Fahrzeug fachgerecht zu reparieren.

Noch viel zahlreicher als die Fahrzeugtypen sind allerdings die unterschiedlichen Schadensarten, die bei einem Unfall am Auto entstehen können. Für die Wahl der geeigneten Werkstatt sollte man deshalb deren Fokussierung auf bestimmte Reparaturarten und -techniken in Augenschein nehmen. Dazu gehören beispielsweise Karosserie- und Lackierarbeiten, Glasreparaturen oder die Instandsetzung von Elektronik. Bei geringfügigeren Schäden sollte man einen Betrieb in Erwägung ziehen, der Smart Repair in seinem Leistungsangebot mit anführt. Je spezialisierter für die benötigte Reparatur, desto schneller und effizienter kann eine Werkstatt arbeiten.

Besonders für die modernen Fahrzeuge mit komplexer Elektronik ist eine umfassende technische Ausstattung unerlässlich. Dazu zählen auch Diagnosegeräte für die präzise Fehlerverortung als Basis einer effizienten Reparatur.

Ein Auge auf den Service werfen

Neben dem Service rund ums Auto sollte eine Kfz-Werkstatt zusätzliche Dienstleistungen offerieren, wie etwa einen Hol- und Bringservice oder gar ein Ersatzfahrzeug. Nicht zuletzt ist wie in vielen anderen Lebenssituationen der erste Eindruck entscheidend. Ist die Werkstatt sauber? Findet eine fachlich fundierte und zugleich verständliche Beratung statt? Und wie sieht es mit den Öffnungszeiten aus? Können auch Berufstätige bequem zur Reparatur kommen, ohne einen Tag Urlaub nehmen zu müssen? All diese Servicemerkmale sind mitentscheidend für die Werkstattwahl, weil sie dafür sorgen, dass der Kunde sich gut aufgehoben fühlt, während sein Fahrzeug wieder in einen fahrtüchtigen Zustand versetzt wird.

Kosten und Garantien

Kostentransparenz ist ein weiteres entscheidendes Kriterium bei der Wahl eines Kfz-Reparaturbetriebs. Eine gute Werkstatt informiert umfassend über die notwendigen Reparaturen und erstellt einen detaillierten Kostenvoranschlag. Sollte es in der Reparaturphase zu weiteren Kosten kommen, kontaktiert sie den Kunden umgehend und holt dessen Einwilligung dafür ein. Mit dieser klaren Kommunikation sorgt der Betrieb für Vertrauen und damit für langfristige Kundenzufriedenheit.

Eine Reparatur ist erst dann abgeschlossen, wenn Garantien und Gewährleistungen auf die durchgeführten Arbeiten gegeben werden. Seriöse Werkstätten haben diese selbstverständlich in ihrem Programm. Daniela Modlinger