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„Handy aus im Bewerbungsgespräch“

Tipps von Oliver Schwab, dem Berufsberater für alle Fälle


14.10.2021
Bundesagentur für Arbeit

Wer einen Arbeitgeber in seinem Wunschberuf überzeugen möchte, sollte sich bereits vorab um eine gute Bewerbung kümmern. Hier gibt es einige Dinge zu beachten. Berufsberater Oliver Schwab von der Arbeitsagentur Bamberg beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was ist beim Anschreiben einer Bewerbung zu beachten?

Es muss fehlerfrei sein, egal ob man dazu ein Rechtschreibprogramm oder einen Lehrer zur Hilfe nimmt.

Das Wichtigste ist den Berufswunsch schlüssig darzustellen und dabei konkrete Dinge aus dem Beruf zu nennen, denn kein Chef will einen unentschlossenen oder unmotivierten Bewerber Man sollte auch einen roten Faden in die Begründung bringen, wie man auf die Idee kam und was man bisher unternommen hat, um den Berufswunsch zu überprüfen. Aneinanderreihungen von eigenen Eigenschaften, einfache Behauptungen oder Standardphrasen ermüden den Leser Besser weniger „Behauptungen“ und dafür eigene Beispiele einflechten. Dadurch wird der Text lebendiger glaubwürdiger und bleibt besser in Erinnerung.

Was sollten Bewerbungsunterlagen für eine Ausbildungsstelle enthalten?

Die Bewerbungsmappe kann ein gestaltetes Deckblatt mit Foto, Namen und Ausbildungsberuf haben, Pflicht sind dagegen das Bewerbungsschreiben, Lebenslauf (wenn kein Deckblatt, dann kommt das Foto hierher), und dann die Belege für alle im Anschreiben und Lebenslauf aufgestellten Behauptungen über sich selbst, also Zeugnisse, Praktikumsbescheinigungen, Bestätigungen über besonder Kenntnisse oder ehrenamtliche Tätigkeiten.

Auf welche Fragen sollte sich ein Bewerber im Vorstellungsgespräch vorbereiten? Wie kleidet er sich richtig?

Die Betriebsinhaber wollen vor allem wissen, warum man sich gerade für diesen Beruf bewirbt, was einem daran gefällt. Wer hier sein Interesse und Gefallen an dem Beruf lebendig werden lassen kann, der hat bereits einen ganz großen Schritt zum Erfolg getan. Natürlich muss man das Berufsbild beschreiben und den eigenen Lebenslauf mit den wichtigsten Jahreszahlen und Inhalten (was habe ich als Hobbys angegeben?) wiedergeben können. Der Bewerber muss sich auch über den Betrieb informiert haben und die wichtigsten Daten hierzu kennen, also z. B. Größe, Verbreitungsgebiet, wie alt, was hergestellt oder angeboten wird. Die Wahl der Kleidung kommt auf den Beruf an. Für einen Bankkaufmann liegt man mit einem Anzug oder Business-­Dress richtig. Wenn man sich in technischen Berufen bewirbt, sind eine saubere, gut sitzende Hose und ein Hemd oder Pullover ohne große Logos, Bilder oder lustigen Text passender Pünktlichkeit und komplett ausgeschaltetes Handy sind selbstverständlich.