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Haus der Dorfgemeinschaft

Buchbrunner freuen sich über die Fertigstellung ihres rundum erneuerten Bürgerhauses

Während die Straßenansicht des historischen Bürgerhauses weitgehend unverändert blieb, … FOTO: G. BAUER/ARCHIV

13.09.2021

Das Bürgerhaus in Buchbrunn ist bis auf Kleinigkeiten fertig gestellt. Am kommenden Freitag, 17. September, um 16 Uhr steht die Einweihung mit geladenen Gästen an.

Das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus der Weinhandelsfamilie Joh. Wilh. Meuschel verfügt über historische Weinkeller aus der Zeit um 1860 und wurde mit Bruchsteinmauerwerk errichtet. Im Eigentum der Kirchengemeinde war dort zwischen 1930 und 1970 der Kindergarten untergebracht.

Die Renovierung mit Umbau zum Bürgerhaus begann auf der Grundlage von Beschlüssen des Gemeinderates im April 2020 mit Teilabbrüchen und Entkernung des Hauses. Ziel war es, einen großen Saal, einen Gruppenraum und eine Küche einzurichten. Dazu musste eine vorhandene Wohnung aufgelöst werden.

Trotz eingehender Untersuchungen blieben Überraschungen nicht aus, wie Martin Bausenwein vom Architekturbüro Martin Zeltner zu berichten weiß.

Aufwändiger Innenumbau

So wurden im Treppenhaus marode Fachwerkwände vorgefunden, die teilweise durch Ziegelmauern ersetzt wurden. Außerdem entdeckten die Bauleute, dass es einmal einen größeren Wasserschaden und einen Brand gegeben haben muss.

Im Zuge des Umbaus ergaben sich Höhenunterschiede durch die Unterkellerung, die wegen der angestrebten Barrierefreiheit durch eine Bodenplatte ausgeglichen werden mussten.

Da etliche Wände zu Gunsten eines großen Saales herausgenommen wurden, mussten große Stahlträger eingezogen werden. Davon kündet ein massiver Pfeiler im Innenbereich. Auch in der Erdgeschoss-Wohnung wurde Stahl zur Verbesserung der Statik verbaut.

Nach dem Abbruch eines Anbaus aus den 70er Jahren wurde ein neuer Anbau errichtet, in dem eine moderne Küche mit großer Spülmaschine eingerichtet wurde. Durch den Anbau wurde eine Dachterrasse für die Wohnung im Obergeschoss möglich, die über ihre Außentreppe während der gesamten 15-monatigen Bauphase bewohnt blieb.

Neben der Erneuerung aller Stromanschlüsse wurde eine Brennwertheizung eingebaut. Die vorhandenen Fenster wurden teilweise erneuert. Während die historische Türe überarbeitet wurde, wurden an anderer Stelle neue Türen eingebaut.

Der Türstock verrät Bauherrn und Baujahr. FOTO: G. BAUER/ARCHIV
Der Türstock verrät Bauherrn und Baujahr. FOTO: G. BAUER/ARCHIV

Die gesamte Baumaßnahme ist noch nicht schlussgerechnet. Die Projektkosten bewegten sich jedoch zuletzt um rund eine Million Euro, die mit Mitteln aus der Dorferneuerung mit 500 000 Euro gefördert werden.

Nach den umfangreichen Umbauarbeiten steht ein Bürgersaal mit 135 Quadratmetern für bis zu 99 Personen und moderner Technik sowie ein Gruppenraum mit 31 Quadratmetern zur Verfügung. Gerhard Bauer