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Ein Zimmer im Freien

Wintergärten sind eine attraktive Erweiterung des Wohnraums

FOTO: STUDIO HARMONY - STOCK.ADOBE.COM

3.02.2022
Motorgeräte Seifert

Er schenkt mehr Raum, viel Tageslicht und ist bei jedem Wetter ein Logenplatz in der Natur: der Wintergarten. Dank Rundumverglasung eröffnet sich den Hausbewohnern zu jeder Jahreszeit und vor allem bei jedem Wetter ein weitläufiger Blick und lässt sie die Natur erleben.

Bevor man sich an den Bau eines Wintergartens macht, sollte man entscheiden, zu welchem Zweck man das neue „Zimmer“ nutzen möchte. Zum Frühstück mit Sonnenaufgang? Oder als Homeoffice mit gleichmäßigem Tageslicht? Die meisten Sonnenstunden gibt es bei Südausrichtung. Liegt der Wintergarten auf der Nordseite des Hauses, profitiert man von konstanten Lichtverhältnissen, unabhängig von der Tageszeit. Da die Sonne die Nordseite des Gebäudes nicht bescheint, bleiben im Sommer die Temperaturen moderat. Im Winter dagegen ist es jedoch notwendig, den Anbau zu heizen. Wird die östliche Lage gewählt, sieht man von seinem Wintergarten die schönsten Sonnenaufgänge und man profitiert vor allem am Morgen von den ersten Sonnenstrahlen, die den Raum erwärmen. Die Südlage ist die optimale Wahl, wenn man möglichst lange etwas von der Sonne haben möchte. Die Mittagssonne lädt zum Entspannen ein und heizt gleichzeitig den Raum, sodass am Abend immer noch eine ausreichende Wärme vorhanden ist. Die westliche Lage eines Wintergartens hingegen macht Sinn, wenn man während des Tages moderate Temperaturen bevorzugt, am Abend aber in gemütlicher Atmosphäre den Sonnenuntergang genießen und auch nach der Arbeit noch von der Sonne profitieren möchte.

Das passende Material und die richtige Form

Wenn die zukünftige Lage des Wintergartens geklärt ist, geht es um die Wahl der Form und des Materials. In der Regel besteht eine Wintergartenkonstruktion aus zwei bis drei Pfosten an der Front, den Dachsparren, dem Traufenprofil sowie dem Wandanschluss. In dieses Gerüst werden Fenster und Falt- oder Schiebetürenelemente eingebaut. Es kann ein Baustoff bzw. eine Form Verwendung finden, der sich in die Optik des Hauses einfügt, es kann jedoch auch ein Gegensatz erzeugt werden, sodass sich der Wintergarten optisch abgrenzt.

Der Allrounder unter den Materialien, wenn es um den Bau eines Wintergartens geht, ist Kunststoff. Kunststoff ist leicht zu reinigen und bedarf auch sonst wenig Pflege. Außerdem ist das Material wetterbeständig.

Viele Wohnwintergärten sind aus Aluminium gefertigt. Die schlanken, thermisch getrennten Profile sind stabil, wetterfest und können in fast jedem Farbton beschichtet werden.

Eine weitere Alternative ist Holz. Das Material ist ebenfalls sehr beliebt und verleiht dem Wintergarten einen natürlichen Charakter. Zu beachten ist bei Holz-Wintergärten jedoch, dass sie mehr und intensiverer Pflege bedürfen. So sind die Holzrahmen, die zum Einsatz kommen, in regelmäßigen Abständen zu streichen, damit die Wettereinflüsse das Holz nicht zu stark angreifen. Gleichzeitig ist man durch das regelmäßige Streichen bezüglich der farblichen Gestaltung flexibel.

Königsklasse ist eine Kombination aus Holz und Aluminium. Innen sorgt das Holz für das behaglich-natürliche Wohngefühl, während nach außen Aluminium Schutz gegen Wind und Wetter bietet.

Die optimale Verglasung des Wintergartens

Bei der Planung eines Wintergartens kommt es auch auf die richtige Verglasung an. Diese lässt nicht nur Licht und Wärme ins Innere, sie übernimmt auch energetische Aufgaben sowie den Einbruch- und Schallschutz. Aufgrund des hohen Glasanteils sind Wintergärten thermisch besonders instabil, was bedeutet, dass sie sich durch direkte Sonneneinstrahlung schnell erwärmen, im Gegenzug aber auch schnell wieder auskühlen. Gut geeignet ist demnach ein Wärmedämmglas, das vor allem für den Energieaustausch eine große Rolle spielt. Eine weitere Glasvariante ist das Isolierglas, das sich aus zwei bis drei Scheiben zusammensetzt. Die Zwischenräume zwischen den Scheiben sind mit Trocknungsmitteln versehen, welche die Feuchtigkeit im Inneren binden und so das Beschlagen verhindern. Schallschutzglas dagegen hat im Vergleich zu normalem Isolierglas bessere Schalldämmwerte und eignet sich vor allem dann, wenn man in der Nähe einer stark befahrenen Autobahn oder einem Flughafen wohnt, um hohe Geräuschpegel zu minimieren. Und schließlich gibt es noch das Sicherheits- und ein selbstreinigendes Glas. Beim Verbundsicherheitsglas sorgt der spezielle Aufbau dafür, dass im Falle der Zerstörung keine Glassplitter in den Wintergarten fallen. Zudem verhindert die transparente Folie, mit der die zwei Scheiben miteinander verklebt sind, ein Durchschlagen der Scheibe. psn