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Zu fast zwei Dritteln erneuerbar

Die passende Heiztechnik für Bestandshäuser finden, wenn der Tausch oder die Erneuerung der Anlage anstehen.

Zu fast zwei Dritteln erneuerbar

Wer den Öl- oder Gas-Heizkessel noch nicht in den Ruhestand schicken möchte, für den gibt es verschiedene Wege, über hybride Systeme erneuerbare Energien einzusetzen. FOTO: DJD/BAUHERREN-SCHUTZBUND

28.02.2025

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sollen Wohngebäude laut aktuellem Gebäudeenergiegesetz (GEG) künftig zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien beheizt werden. Für die Besitzer einer Bestandsimmobilie bedeutet das aber nicht, dass bestehende Heizungsanlagen jetzt stillgelegt und ausgetauscht werden müssten. 

Erst wenn die Heiztechnik nicht weiter betrieben werden kann, etwa wegen eines nicht reparablen Defekts oder weil sie das zulässige Alter von Öl- und Gasbrennern von 30 Jahren überschreitet, greift die „Erneuerbare“-Quote. „Auch in diesen Fällen ist eine Komplettumstellung auf erneuerbare Energien nicht der einzige Weg, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen“, erklärt Erik Stange, Pressesprecher des Bauherren-Schutzbundes e.V. (BSB). 

Viele Wege führen zum privaten Klimaschutz-Ziel

Der Gesetzgeber lässt verschiedene Wege zu, um die 65-Prozent-Quote zu erfüllen. Für den direkten Einsatz zur Wärmeerzeugung eignen sich etwa Wärmepumpen, Biomassebrenner oder Solarthermie. Indirekt lassen sich die Vorgaben durch Kompensation erfüllen, beispielsweise durch eine eigene Stromerzeugung mit Photovoltaik. Auch kombinierte Lösungen sind zulässig, zum Beispiel Hybridheizungen, bei denen eine Wärmepumpe die Grundlast abdeckt und sich ein Gas- oder Ölkessel nur für Spitzenlasten an sehr kalten Tagen zuschaltet.

Ein weiteres Beispiel wäre die Unterstützung eines fossilen Brenners durch wasserführende Kaminöfen. Auch die Ergänzung einer Brennwertheizung durch Solarthermie ist möglich. Bei Gas- oder Stromheizungen kann man zudem auf zertifiziertes Biogas oder Ökostrom umzusteigen. Sinnvoll ist es, für die Planung des Heizsystems im Altbau einen Energieberater hinzuzuziehen. 

„Eine Komplettumstellung auf erneuerbare Energien ist nicht der einzige Weg, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.“

Erik Stange, BSB-Pressesprecher

Ein Haus muss immer als Gesamtsystem gesehen werden. Deshalb gibt es keinen Königsweg zur neuen Heizung. Es muss genau abgewägt werden, welche Technik oder welche Kombinationen die langfristig beste und wirtschaftlichste Lösung darstellen und zum Gebäude sowie seinem Zustand passen. Zudem ist zu prüfen, ob am Haus selbst energetische Modernisierungen etwa durch eine Wärmedämmung oder den Austausch alter Fenster möglich und sinnvoll sind. 

Ein unabhängiger Berater kann Hausbesitzern auch aufzeigen, welche Förderungen zum Beispiel über das BAFA oder die KfW sie für die Finanzierung einer Heizungsmodernisierung oder für eine Verbesserung der Energieeffizienz nutzen können. DJD

Wellness-Oase für jedes Alter

Bei der Badsanierung bieten Fliesen Lösungen für verschiedene Anforderungen.

In die Jahre gekommene Bäder entsprechen meist nicht mehr den Anforderungen, die wir heute an Komfort und Einrichtungsqualität stellen. Soll es zur Wohlfühloase umgestaltet werden, lohnt es sich, neben ästhetischen Verbesserungen auch altersgerechten Komfort mit einzuplanen, rät Jürgen Kullmann, Vorsitzender des Fachverbands Fliesen und Naturstein im ZdB: 

„Vieles, was die Badbenutzung in fortgeschrittenen Jahren erleichtert, bewährt sich ebenso bei jüngeren Menschen und Familien mit Kindern.“ Fest steht: Wer sein barrierefreies Bad vom Fachverlegebetrieb planen und ausführen lässt, bekommt ein neues Bad, das über Jahrzehnte ansehnlich, benutzungsfreundlich und funktional sein wird. 

Ästhetik und Komfort

Ein barrierefreies Wohlfühlbad, das ebenso alterstauglich wie nutzungsfreundlich ist, zeichnet sich durch verschiedene Elemente aus. Das A und O ist ein großzügiger, bodenebener Duschbereich, der heute ohnehin zur Grundausstattung der modernen Badgestaltung zählt. Durchgängig gefliest, fügt er sich nahtlos in das Gesamtambiente ein und ist komplett schwellenlos zugänglich. In Vorwand-Installationen lassen sich beleuchtete Wandnischen einbauen, die toll aussehen und für Stauraum sorgen. Damit werden improvisierte Lösungen wie Hängekörbchen an der Duschstange überflüssig, welche die Bewegungsfreiheit einschränken. 

„Für eine hohe Stand- und Trittsicherheit im barrierefreien Bad sorgen Fliesen mit einer zuverlässigen Rutschhemmung“, betont Jens Fellhauer vom Bundesverband Keramische Fliesen. Zur Auswahl der passenden Rutschhemmungsklasse sollten sich Bauherren oder Sanierer beim Fachmann erkundigen. 

Von den funktionalen Vorzügen abgesehen, bieten Fliesen im Bad größtmögliche Gestaltungsfreiheit für jeden Einrichtungsstil - von romantisch-verspielten floralen Dekoren über wohnliche Holzinterpretationen bis hin zum cool-urbanen Beton- und Estrichlook.

Auch bei den Putzarbeiten im Bad bewähren sich Wand- und Bodenfliesen, denn sie sind absolut wasserfest und mit einem normalen Haushaltsreiniger sauber zu halten. DJD