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Alles rund um die Ausbildungsvergütung

Neben den Interessen und der Qualität der Ausbildung spielt auch das Gehalt eine Rolle, die Höhe der Ausbildungsvergütung variiert je nach Beruf und Faktoren.

Alles rund um die Ausbildungsvergütung

Gehälter können sich von Branche zu Branche unterscheiden. FOTO: ANDREY POPOV/STOCK.ADOBE.COM

23.03.2025

Wenn du dich in diesem Jahr um einen Ausbildungsplatz bewirbst, ist das ein großer Schritt. Nicht nur was deinen weiteren beruflichen Werdegang angeht, sondern auch in Hinblick auf deine Selbstständigkeit. Denn wer eine Ausbildung beginnt, erhält auch ein Gehalt, mit dem er sich Dinge selbst finanzieren kann. Jedoch bedeutet ein eigenes Gehalt auch, dass du lernen musst, damit umzugehen und hauszuhalten.

Nicht jede Ausbildung wird gleich vergütet. Daher lohnt es sich bei der Berufswahl besonders auf den zukünftigen Verdienst zu blicken. Neben deinen persönlichen Interessen und der Qualität der Ausbildung, spielt nämlich auch das Gehalt eine entscheidende Rolle. Hier erfährst du, welche Faktoren deinen Lohn während der Ausbildung beeinflussen und was du in Bezug auf Brutto- und Nettogehalt wissen solltest.

Die wichtigsten Einflussfaktoren

Die Höhe der Ausbildungsvergütung variiert je nach Beruf und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer davon ist die Branche, in der du arbeitest. In bestimmten Industriezweigen, wie dem IT-Bereich oder dem Maschinenbau, sind die Gehälter höher als in anderen Bereichen wie dem Einzelhandel oder der Gastronomie. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Größe des Unternehmens. Unternehmen mit vielen Mitarbeitern verfügen häufig über standardisierte Gehaltsstrukturen und neigen dazu, höhere Gehälter zu zahlen als kleine Betriebe.

Auch der Standort des Unternehmens spielt eine wichtige Rolle. In Städten und Industriezentren, in denen die Lebenshaltungskosten in der Regel höher sind, spiegelt sich das häufig in höheren Gehältern wider. Ist das Unternehmen an Tarifverträge gebunden, erfolgt die Vergütung nach festen Tabellen und bietet dir finanzielle Sicherheit.

Gehälter können sich aber auch regional unterscheiden. In manchen Fällen kannst du Sachleistungen wie Verpflegung oder Unterkunft erhalten, was dein monetäres Gehalt reduzieren kann. Jedoch müssen mindestens 25 Prozent der Ausbildungsvergütung in Geld ausgezahlt werden.

So viel Gehalt erhältst du pro Lehrjahr

In Deutschland ist ein Azubi-Mindestlohn festgelegt, der regelmäßig angepasst wird. Zum 1. Januar 2025 wurde dieser auf 682 Euro im ersten Ausbildungsjahr erhöht. Mit jedem weiteren Ausbildungsjahr steigt dieser Betrag prozentual an: Im zweiten Jahr um18 Prozent, im dritten Jahr um 35 Prozent und im vierten Jahr um 40 Prozent.

Berufe, die landesrechtlich geregelt werden, sind von dieser Regelung ausgenommen. Darunter fallen zum Beispiel Auszubildende in den Bereichen Logopädie oder Physio- und Ergotherapie. Das Gehalt muss dabei grundsätzlich vor Ablauf des aktuellen Monats gezahlt werden

Brutto vs. Netto: Was ist was?

In deinem Ausbildungsvertrag ist immer das Bruttogehalt festgelegt. Davon werden allerdings noch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Was dann übrig bleibt, ist dein Nettogehalt. Informiere dich am besten vorher, wie viel von deinem Bruttogehalt letztlich als Nettogehalt ausgezahlt wird. In der Regel bleiben dir nach Abzügen etwa 79 Prozent des Bruttogehalts als Nettogehalt. Bis zu einem jährlichen Einkommen von 12.096 Euro müssen Alleinstehende in Deutschland keine Einkommensteuer zahlen. red

Dein Geld wird knapp? Hier erhältst du Hilfe!

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Diese kannst du bei der Agentur für Arbeit beantragen. Voraussetzung ist, dass deine gewählte duale Ausbildung staatlich anerkannt ist und es dir nicht möglich ist, bei deinen Eltern zu wohnen. Die Höhe des BAB kannst du ganz einfach online mit dem BAB-Rechner der Bundesagentur für Arbeit berechnen.

Wohngeld: Solltest du keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe haben, so kannst du bei deiner zuständigen Gemeinde Wohngeld beantragen. Das ist meist dann der Fall, wenn es sich entweder bereits um deine zweite Ausbildung handelt oder du einen staatlich nicht anerkannten Beruf erlernst. Außerdem musst du über 18 Jahre alt sein und darfst nicht mehr bei deinen Eltern wohnen.

Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög): Während deiner schulischen Ausbildung hast auch du als Azubi die Möglichkeit, Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz zu beziehen. Denn bei einer schulischen Ausbildung besteht kein Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe. Bei der Prüfung des Anspruchs wird dein Einkommen sowie das deiner Eltern mit angerechnet. Den entsprechenden Antrag kannst du beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung stellen.

Kindergeld: Bis zum deinem 25. Lebensjahr steht dir Kindergeld zu – vorausgesetzt du befindest dich noch in einer Ausbildung. Die staatliche Unterstützung kann von deinen Eltern eingefordert werden. Wenn du volljährig bist und nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, kann dieses auf Verlangen auch direkt an dich ausgezahlt werden.

Weitere Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten findest du ganz einfach unter www.arbeitsagentur.de.